Special-Edition vom Truck-Grand-Prix

Special-Edition vom Truck-Grand-Prix


Herzlich willkommen zu eurotransportTV. Auf eurotransport.de, bei youtube und bei
facebook. Heute haben wir eine sehr rasante Ausgabe. Und darauf freue ich mich sehr. Schön, dass Sie mit dabei sind. Wir melden uns nämlich vom 34. Internationalen ADAC Truck Grand Prix, hier
am Nürburgring. Das ist das Spektakel. Das ist das Rennen der Superlative, das man
hier sehen kann. Und das schöne ist, dahinter steht eine Tradition. Denn es gibt niederländische Motorsportfans,
die Ende der 70-er Jahre ein Truckrennen gesehen haben in den USA. Dann haben sie die Idee nach Europa gebracht. Und das Ergebnis sehen wir heute hier. Bevor wir jetzt gleich mal reingehen und uns
hier ein bisschen umschauen, hab ich zunächst die Themen der Sendung für Sie ….. Nähe zum Publikum: Erleben Sie bei uns, warum
Truck Racing nach der Formel 1 zu den populärsten Motorsportserien Europas gehört. Auf dem Ring fahren die Racetrucks um wichtige
Punkte in der Europameisterschaftswertung. Unterwegs im Renntaxi: Wie fühlt es sich
an, mit einem mehrfachen Europameister unterwegs zu sein? Begleiten Sie Jochen Hahn und Alexandra von
Lingen in einem echten Racetruck! Neuheiten am laufenden Band: Das Ausstellungsgelände
auf dem Nürburgring ist auch eine riesige Industrieschau.. Wir nehmen Sie mit in die neuen Lkw von Iveco
und Ford. Und wir zeigen Ihnen zwei spektakuläre Sondermodelle
von MAN. Mit den Fans auf Tuchfühlung: Die Müllenbachschleife
versprüht eine unglaubliche Faszination. Begleiten Sie das Team von eurotransportTV
auf seinem Streifzug hinter die Kulissen des Truck Grand Prix. Sicherheit im Fokus: Die Kombination aus Motorsport
und aktuellen Sicherheitsthemen gehört mit zu den Erfolgsgeheimnissen des Truck-Rennens. Wir sagen Ihnen, warum auf dem Nürburgring
alles eine Einheit bildet. Sie kennen das ja sicherlich auch. Jeder von uns hat diese ganz netten Kollegen,
die immer nur das beste für einen wollen. Und diese, die gibt’s auch bei eurotransportTV. Die haben gesagt, Alex wenn Du zum Truck Grand
Prix fährst, dann ist es ganz wichtig, dass Du auch mal selbst ausprobierst. Und deshalb haben sie mir diese kleine feine
Renntaxi organisiert. In das werde ich gleich steigen. Natürlich werfe ich mich vorher in diesen
feuerhemmenden Schutzanzug. Und dann geht’s auch schon los. Vorher werde ich Ihnen aber noch mal sagen,
wer sich hier trifft und warum sich immer wieder zigtausende Menschen für diesen Truck
Grand Prix hier begeistern können. Startaufstellung und ein erster kleiner Vorgeschmack
auf den 34. Internationalen Truck Grand Prix. Bei den verschiedenen Rennen gehen 51 Piloten
in den unterschiedlichen Klassen an den Start. Und da ist auch schon Jochen Hahn, hier mit
seiner Frau Diana. Jochen, der aus Altensteig im Schwarzwald
kommt, ist einer der klaren Favoriten des PS Spektakels und ganz nebenbei auch noch
ein ausgesprochener Publikumsliebling. Das Rennen auf dem Ring ist zwar nur ein Lauf
um die Truck-Europameisterschaft im Rahmen einer insgesamt zehn Veranstaltungen umfassenden
Serie, aber für Fahrer, Teams und die Industrie mit Abstand das Wichtigste. Knappe fünf Sekunden brauchen die Piloten
in den rund 1.200 PS starken Trucks übrigens, um die fünf Tonnen schweren Boliden auf eine
Höchstgeschwindigkeit von Tempo 160 zu beschleunigen. Nicht, dass die Racing-Trucks nicht mehr könnten
– aber sie sind abgeregelt. Klar sind die einzelnen Rennen immer spektakulär. Was die vielen Zuschauer aber häufig noch
viel mehr fasziniert, ist der ungeschminkte Blick hinter die Kulissen. Wo sonst, außer beim Truck Grand Prix, hat
man noch die Gelegenheit dazu, die einzelnen Teams bei den Vorbereitungen hautnah zu beobachten? Ein Besuch im offenen Fahrerlager ist deshalb
für jeden Motorsportfan ein absolutes Highlight. Hier kann man den Mechanikern beim Schrauben
zuschauen und die Racetrucks aus nächster Nähe begutachten. „Es ist geil, dass man mal hinter die Kulissen
schauen kann, ins Fahrerlager kann. Dass man auch mal sieht, was da alles passiert. Macht Spaß“ „Bei der Formel 1 ist alles abgeschlossen. Und da wird eine Plane vorgehängt vor die
Box und so weiter. Und hier ist open air-Arbeiten angesagt“ „Dass Live-Erlebnis, direkt am Lkw zu sein. Das ist faszinierend. Man sieht hier, da wird geschraubt. Man ist direkt am Fahrzeug mit dran. Die Geschwindigkeit mit dem Gewicht, das ist
überragend“ „Wenn ich sehe, hier ein Getriebewechsel
mit dem Gabelstapler, das ist der Hammer“ Hier ist dann auch noch Steffi Halm. Als schnellste Lkw-Fahrerin der Welt ist die
Truck Racerin ebenfalls für ihre Nähe zu den Fans bekannt. Erst im letzten Jahr wechselte Steffi zum
Iveco Team Schwabentruck. Solche Momente mit ihr lieben die Zuschauer. Und auch die Frauen sind begeistert. „Hier gibt es auch genug für Frauen zum
gucken. Und ich finde es auch Klasse, dass auch Frauen
bei den Truckrennen mitfahren“ „Ich find’s einfach superklasse. Wir waren das erste Mal da und einfach überwältigend“ „Ist ja schon mal n bisschen was anderes
als, ich sag mal, Formel 1 oder so. Ist ja ein besonderes Feeling hier zu sein“ „Das ist ja das, was es bei uns ausmacht,
beim Truck Racing, eben diese Fahrer-Fan-Nähe. Und das ist uns auch unglaublich wichtig. Das ist zwar nicht immer so einfach, weil
man natürlich hier am Nürburgring viele Termine hat. Aber das ist das, was wir wollen. Ich glaube das, was die Leute wollen, was die Fans
wollen. Ja, das ist schön“ Und genauso sehen es die anderen Piloten. Sie alle sind Akrobaten auf der Piste, die
ihre Trucks perfekt beherrschen. Und neben ihren sehenswerten Leistungen sind
sie vor allem bekannt dafür, dass sie echte Stars zum Anfassen sind. Ganz ohne Allüren. „Ja natürlich, da arbeiten wir ja auch
stetig dran, dass es so bleibt. Darf mir nichts erlauben! Neeh, ich denk, wir sind alle bekannt, wir
sind alle beliebt. Warum? Weil man uns anfassen kann. Und weil man uns berühren kann. Und weil man mit uns lachen kann, Blödsinn
machen. Das ist eben der Unterschied zu anderen Rennserien“ Der Erfolg des Trucks Grand Prix in der Eifel
ist aber auch die spektakuläre Vielfalt. Willkommen, ist hier – und das zeigt sich
schon im Vorprogramm zu den Rennen, jeder, der etwas für Nutzfahrzeuge übrig hat. Ganz egal, welcher Gattung. Dazu gehören nicht nur die Besitzer von amerikanischen
Trucks oder klassischen Schönheiten, die einst schwer geschuftet haben, sondern vor
allem auch die Showtrucks. Diese Bilder muss man einfach auf sich wirken
lassen. Sie haben wirklich etwas vom Einzug der Gladiatoren. Bleiben wir bei den Showtrucks. Und denen, die sie lieben und dafür leben. Heide Logistik in Niedersachsen ist eine Spedition,
die mit 30 Trucks dieser Leidenschaft regelrecht verfallen ist. Der halbe Fuhrpark ist zum Truck Grand Prix
in die Eifel gekommen. Ein Fest für die Fahrer. Und natürlich für Geschäftsführer Mario
Bruns. Julian Hoffmann ist am Rande des Truck Grand
Prix mit ihn verabredet und will mehr darüber wissen. „Warum seid Ihr hier jedes Jahr? Was ist die Faszination? „Weil man hier absolute Kollegialität trifft. Das hier ist einfach nur Teamwork. Egal, von welcher Firma. Ob es Konkurrenz ist, Mitbewerber, wie auch
immer. Hier ist einfach nur Kollegialität. Und das ist einfach Gänsehaut, finde ich
immer“ „Und die Fahrer – sind die da mit vollem
Herzblut dabei? Also kann ich mir das so vorstellen, dass
die sich wirklich das ganze Jahr über auf den Truck Grand Prix freuen, oder?“ „Das ist Adrenalin für 365 Tage. Sie freuen sich und sie jeden das ganze Jahr
davon. Und freuen sich jetzt schon auf 2020“ „Erzähl mal, wieviel kostet denn so ein
Airbrushzug?“ „Na ja, erst mal muss man sagen, das wird
ja zum größten Teil von Sponsoren finanziert. Wenn eine Spedition so etwas aus dem laufenden
Betrieb rauszieht, ist es schwer machbar. Man muss immer wieder sehen: Hat man Sponsoren,
die das nötige Kleingeld haben? Die das Equipment haben? Die auch die Zeit und die Anbauteile zur Verfügung
stellen. Das ist schon eine Herausforderung, um so
viel unter einen Hut zu kriegen. Also mit Vorbereitungen, mit wirklichem Airbrush,
mit Klarlack liegen wir so bei grob 25.000 Euro. Ich finde, das macht sich nach einer Zeit
auch bezahlt. Nicht in finanzieller Sicht, aber man hat
einen wahnsinnigen Wiedererkennungswert auf der Straße“ „Bekommt Ihr auch ein Feedback auf Eure
Fahrzeuge, also von den Kunden, vielleicht auch von den Fahrern? „Man wird natürlich auf der Autobahn angeblinkt. Und sagt: Mensch, den hab ich schon mal gesehen. Den hab ich da stehen sehen, mit dem Fahrer
hab ich geredet. Es sind so viele Sachen, wo man einfach sagt:
Hey, den kenn ich. Das ist einfach toll. Das ist einfach ein tolles Feeling“ Ein tolles Feeling, das aber nahezu von jedem
Truck ausgehen kann. Zu sehen ist auf dem Ausstellungsgelände
denn auch dieser Renault T Truck. Im sächsischen Delitzsch ist aus ihm ein
rollendes Unikat geworden. Besonders auffällig ist das hochwertige Interieur
– vor allem durch die Verwendung von Holz. Wer aber sind die Kunden? „Jeder möchte ein Einzelstück haben. Und wir haben es bis jetzt auch geschafft,
nur Einzelstücke zu bauen. Also es gibt keinen Lkw ein zweites Mal, den
wir umbauen. Viele selbstfahrende Unternehmer schaffen
sich so etwas an, die eben selbst auf n Bock sitzen. Und na ja schaffen sich dadurch eben auch
ihr Eigenständigkeitsmerkmal“ Es gibt vieles zu sehen, vieles zu bestaunen. Und das macht bei diesen Temperaturen natürlich
Durst. Eine der angesagtesten Adressen war deshalb
der FERNFAHRER Biergarten. Mit besten Aussichten bei bestem Wetter. „Das ist hier unser FERNFAHRER Biergarten. Und hier sind alle Fernfahrer-Abonnenten ganz
herzlich willkommen. Hier gibt’s ne Wurscht, und hier gibt’s
n Bier. Und so etwas schafft man natürlich nicht
alleine. Wir haben auch einen Partner dabei. Das ist die Firma ZF Friedrichshafen. Und ich lass mir jetzt das Bier schmecken
und geh schon mal rein. Prost“ Zum Schluss noch einmal ein Blick auf den
Internationalen ADAC Truck Grand Prix am Nürburgring. Übrigens ein großartiges Rennwochenende
für Jochen Hahn und sein Team. Und erneut ein Highlight der laufenden Saison. Mit zwei Siegen im vierten Lauf konnte Jochen
seine Führung im Kampf um die Meisterschaft weiter ausbauen. So den Anzug habe ich an. Jetzt fehlt nur noch der Helm und eine gehörige
Portion Mut. Damit Sie jetzt aber nicht so lange auf mich
warten müssen, schlage ich vor: Schauen wir mal gemeinsam auf die Neuigkeiten aus der
Nutzfahrzeugbranche und natürlich hier vom Truck Grand Prix. Hier ist unser News-Überblick. Entschärfung im Maut-Konflikt zwischen Deutschland
und Österreich: Dazu haben die Verkehrsminister aus beiden Ländern einen zehn Punkte umfassenden
Plan zur Entlastung vom gewerblichen Schwerlastverkehr am Brennerkorridor beschlossen. Dennoch ist eine wirklich schnelle Lösung,
die vor allem auf den Ausbau des kombinierten Verkehrs setzt, noch lange nicht in Sicht. Die deutsche Seite wollte vor allem ein Ende
der Lkw-Blockabfertigungen erreichen. Sie führt seit Ende 2017 immer wieder zu endlos
langen Staus auf der Autobahn und belastet das deutsche Speditionsgewerbe. Österreich hält aber daran fest, um vor
allem die Urlaubsregionen vom Lkw-Verkehr zu verschonen. Streit gibt es zwischen beiden Ländern auch
über das Abfahrtsverbot von den Autobahnen in Tirol und Salzburg. Damit wollen die beiden österreichischen
Bundesländer den aus ihrer Sicht ausufernden Schleichverkehr auf den Nebenstraßen eindämmen. Gelöst werden aber kann der Streit zwischen
Deutschland und Österreich nur durch verkehrspolitische Maßnahmenkataloge. Kompliziert werden diese aber durch den schleppenden
Schienenausbau. Folge ist, dass vor allem die stark belasteten
Tunnelanlagen die Grenzen ihrer Kapazität längst erreicht haben. Mitentscheiden und mitgewinnen. Mit der Deutschland-Premiere des neuen Iveco
S-Way auf dem ADAC Truck Grand Prix stellt der Hersteller zwei spannende Sondermodelle
in Aussicht. Bei genügend Interesse gehen sie in Serie. Entscheiden Sie als Zuschauer von eurotransportTV
mit. Einmal geht es um den markanten Prototyp mit
Ulmer Münster im Magirus Logo. Das Modell erinnert an den deutschen Teil
der Iveco-Geschichte. Den Innenraum hat Iveco mit Leder, schmucken
Ziernähten und Schaltern und Hebeln aus Metall aufgewertet. Das zweite Modell heißt Fit Cab. Hier stehen der Komfort und die Leistungsfähigkeit
des Fahrers im Mittelpunkt. So wird der S-Way quasi zum Fitnessstudio
auf Rädern. Einen Fragebogen zu beiden Modellen gibt es
online unter eurotransport.de/deiniveco. Damit sich die Teilnahme auch lohnt, verlosen
wir drei VIP-Reisen für je zwei Personen nach Madrid. Zum Programm zählen der Endlauf der Truck
Race Europameisterschaft im spanischen Jarama sowie eine Werksbesichtigung bei Iveco. Anerkennung für hervorragende Designqualität. Die Grammer AG wurde jetzt mit dem Red Dot
Award Product Design 2019 für ihren Fahrersitz Roadtiger ausgezeichnet. Beim Truck Grand Prix wies das Amberger Unternehmen
darauf hin, welchen Stellenwert moderne Lkw-Sitze haben, um Fahrer dauerhaft gesund und fit
zu halten. Grundsätzlich lassen sich die Grammer-Sitze
in fast alle älteren Lkw nachrüsten. Erfahrung vieler Fahrer ist jedoch, dass Transportunternehmen
diesen Gesundheitsfaktor häufig vernachlässigen. „Wenn Du ein Auto hast, was fünf oder acht
Jahre alt ist, der Sitz ist nichts mehr. Und es wird an den Autos alles ausgetauscht,
auch wenn man gebrauchte Autos kauft. Es wird alles ausgetauscht, was kaputt ist,
aber nie der Sitz“ Viele Unternehmen haben in Zeiten des Fahrermangels
aber auch erkannt, dass ein an die dauernden Schwingungsbelastungen angepasster Fahrersitz
ein wirkungsvolles Instrument sein kann, um Lkw-Fahrer langfristig an die Firma zu binden. „Das spüren wir immer mehr diesen Trend,
dass Unternehmen da immer mehr ein Stückweit nach oben gehen, besser zu investieren. Sie sind sich mehr bewusst, dass heute der
Fahrer ein extrem wichtiger Aspekt in ihrem ganzen Geschäft ist. Und das spüren wir alleine bei uns bei den
Stückzahlen, wo wird was verkauft“ So ist am Ende ein moderner Fahrersitz sogar
ein gutes Argument, um Lkw-Fahrer zu halten und neue zu gewinnen. Da steht das Renntaxi für Alex. Und das sind ein paar der Männer aus dem
Team von Jochen Hahn, die hinter den Kulissen letzte Vorbereitungen am Iveco treffen. „Also meine Mama hat mir ja immer gesagt:
Fahr nicht mit Fremden mit. Und deswegen will ich diesen superschnellen
Typen neben mir mal ein bisschen näher kennenlernen, wobei Jochen, ganz ehrlich, Dich muss man
nicht großartig vorstellen. Du bist die Ikone des Truckrennsports, ja
also Du bist mehrfacher Europameister. Und umso größer ist die Ehre, dass ich heute
mit Dir im Renntaxi fahren darf. Renntaxi trifft es ja gar nicht so richtig,
wie ich finde. Das ist nämlich dieser fullminante Truck,
mit dem wir unterwegs sind. Sag uns kurz: Was hat der unter der Haube? „Es erwarten Dich 6.000 Newtonmeter Drehmoment. Immens viel. Es erwarten dich 1.120, 1.130 PS. Wo wir sehr stark sind, ist die Beschleunigung
und auch der Bremsvorgang. Und ich glaube, Du wirst auch n bisschen erschrecken. Ich hoffe, Du wirst ein bisschen erschrecken“ „Ja ich muss ja sagen, tiefenentspannt bin
ich nicht gerade. Ich vertraue Dir, verstehe das nicht falsch,
aber ich glaube, es ist schon ein Unterschied, ob man auf diesem hohen Bock sitzt oder in
so einem Renntaxi von der DTM. Immerhin, das durfte ich schon mal erleben. Sag uns kurz: Was ist für Dich als Fahrer
der Unterschied in so einem Truck unterwegs zu sein oder eben, wenn Du mit so einem Rennwagen
auf der Strecke wärst?“ „Da gibt es schon gravierende Unterschiede. Man unterschätzt den Lkw mal von Grund auf. Es ist wirklich ein Rennfahrzeug. Was ganz schlimm ist beim Lkw-Fahren ist,
dass er keine Fehler verzeiht. Ich sag mal: N Tourenwagen oder selbst ein
Formel-Auto mit aerodynamischem Grip verzeiht auch mal n Fehler. Er hier nicht. So ein km/h zu schnell, die Kurve ist dahin. Es gibt so einen lustigen Spruch im Truckrennsport:
Fahr langsam, dass Du schnell fahren kannst. Und das werde ich Dir nachher zeigen …“ „Ja, jetzt hat er es ja schon angeteast. Ich würd sagen. Ich schwing jetzt mal meinen Popometer da
oben in die erste Etage. Werde mich in diesen Eierbecher da schmeißen. Das ist nämlich der Sitz. Ich durfte eben schon mal luschern. Und dann jetzt gleich mit Jochen Hahn auf
die Strecke, ich freu mich. Du machst Dich auch schon mal bereit, oder? „Ich freu mich genauso. Und deswegen rein in die Hütte und los geht’s“ Jochen Hahns Renntruck heißt übrigens Giulia,
tatsächlich mit G geschrieben. Alex setzt den Helm auf, Türen zu. Der Countdown läuft. Vorbei an den Fans zur Rennstrecke. „Ist das spannend. Mit Jochen Hahn auf Spazierfahrt. Noch ist es eine Spazierfahrt. Das wird sich gleich ändern, denke ich. Der Mann ist ja bekannt dafür, dass er extrem
schnell auf der Strecke unterwegs ist. Aber er weiß auch, was er tut. Er ist versiert, mehrfacher Europameister. Ich mach mir gar keine Sorgen“ Das braucht sie auch nicht. Denn Jochen ist ein Profi. Und das wissen auch die Zuschauer. „Grüne Ampel, und los geht’s“ „Nicht schlecht, nicht schlecht … Die
Fliehkräfte sind gewaltig. Ja ich meine, jetzt wollen wir natürlich
auch gewinnen, ist ja klar … Wir sind ja mit Jochen Hahn unterwegs und nicht mit irgendwem. Aber jetzt kann ich mir auch ganz gut diese
Anschnallgurte erklären. Eben hab ich mich noch gefragt, was soll das
alles. Jetzt geht es auf die Gerade. Juhu!!! Juhu – bei knapp Tempo 160. Da geht eine unserer beiden Kameras flöten. Alex will helfen, aber bei den Fliehkräften
ist das unmöglich. „Alles gut. Sehr, sehr cool Ehrlich gesagt, ich weiß überhaupt nicht
mehr, wo wir sind. Aufm Nürburgring ja, aber in welcher Schikane. Das Hüpfen ist ganz cool. Da ist es gut, dass ich vorher noch mal aufs
Klo war, ehrlich gesagt. „Das war volles Kanonenrohr“ „Supergut” „Schneller geht nicht“ naa „Schneller geht nicht“ Großartig! „Vielen Dank, es hat echt Spaß gemacht” „Keine Angst?“ „Näh, also einmal, als wir so gedriftet
sind, das war echt. Also echt super! Macht total Bock, echt richtig gut“ „Jochen das war echt n Ritt mit Dir da” „Ja Du, ich hoffe, dass nichts hoch gekommen
ist, oder? Gesehen hab ich nichts. Freut mich. „Gesehen hast Du nichts. Ne es ist alles in meinem Magen geblieben. Ich muss aber auch ganz ehrlich sagen – ich
hab heute morgen auch echt wenig gefrühstückt und ich hab Haferflocken vermieden, weil ich
dachte, dass gibt ja ne Riesensauerei, wenn ich da oben und so … Sag mal, hattest Du
das schon einmal, dass jemand da reingespuckt hat?“ „Zum Glück noch nie. Ich sag immer eigentlich im Vorfeld, zwei
Dinge: A wer nicht in den Sitz reinpasst, ist zu dick. Und der wo bricht, muss putzen. Und von dem her, bist sauber durchgegangen,
Du hast die Prüfung bestanden“ „Ich hatte aber n Top-Fahrer, muss ich sagen. Also: Jochen Hahn, große Ehre, perform Du
mal hier richtig, es ist eine große Freude, Dich getroffen zu haben. Dankeschön” „Gleichfalls, vielen Dank. Bis bald“ Der Truck Grand Prix, der löst einfach immer
wieder eine absolute Faszination aus. Hier zeigt wirklich jeder das, was er hat. So auch die Hersteller. Die warten auf mit vielen Neuheiten. Aber auch die Zubehörfirmen nutzen das hier
als Plattform. Und wir haben mal für Sie die Highlights
zusammengefasst. Ende September gibt es zwar noch die NUFAM
in Karlsruhe, doch fehlt vielen irgendwie der Überblick über das, was es an aktuellen
Neuheiten gibt. Kein Wunder also, dass über 80 Hersteller
die 24.000 Quadratmeter große Ausstellungsfläche am Rande der Großveranstaltung als Industriemesse
nutzen. Neben dem Trucksport-Event ist der Truck Grand
Prix damit quasi auch eine Art Branchentreff. Den Herstellern geht es darum, die Fahrer
in den Mittelpunkt zu stellen. „Schon seit Jahren ist dieser Truck Grand
Prix für uns eine gesetzte Veranstaltung. Der Truck Grand Prix ist nicht wegzudenken. Der Truck Grand Prix ist für uns etwas, wo
wir schon immer Leidenschaft und Engagement gezeigt haben. Durch steigende Mitgliederzahlen in unserem
Fahrerclub sehen wir uns auch verpflichtet, hierher zu gehen, um unseren Fahrern etwas
zurückzugeben“ Iveco nutzt die Großveranstaltung sogar für
die Deutschland-Premiere des neuen S-Way. Und das Interesse an diesem Modell ist riesig. Dabei stellt der Hersteller auch gleich die
Sondermodelle Magirus und Fit Cab vor. Ob sie so in Serie gehen, darüber können
Sie unter eurotramnsport.de/deiniveco übrigens mitentscheiden. Doch bleiben wir beim ersten Eindruck, den
der Neue macht. Wie gefällt er Ihnen? „Der S-Way gefällt mir im gesamten Erscheinungsbild,
so wie der ist. Und letztendlich auch im Gesamtpaket vom Fahrerhaus
außen sowie auch von innen. Und auch mit der gesamten Motor-Konstellation
und Antriebssystematik, die dabei ist“ „Das Äußere ist super gelungen. Das sieht sehr ansprechend aus, das ist jetzt
was Neues, watt Iveco so rausgebracht hat. Nach den letzten zehn Jahren mal eine neue
Optik“ Neue Optik, also in jedem Fall ein Hingucker. Für Details interessiert sich natürlich
auch Chefredakteur Thomas Rosenberger. „Was kann denn der neue Iveso, der S-Way,
besser als sein Vorgänger, der Stralis? „Ich denke, der kann vieles besser. Er ist vor allem größer, fahrerorientierter,
kräftiger geworden. Und deutlich vernetzter, also auf der Höhe
der Zeit“ „Das interessiert mich natürlich ganz besonders. Was hat denn der Fahrer mehr vom S-Way als
vom Stralis?“ „Wir haben den Motortunnel verringert, also
die Bodenplatte komplett geändert, hochgezogen. Wir haben die ganze Dachform geändert, so
dass er viel mehr Kopffreiheit kriegt. Wir haben das Bettmodul geändert. Das sind alles Dinge, die dem Fahrer zugute
kommen“ „Was ist denn da passiert, dass der Fahrer
inzwischen so im Mittelpunkt der Lkw-Entwicklung steht?“ „Na ja der Fahrer entscheidet mittlerweile
mit. Wenn ein Fahrzeug gekauft wird, in dieser
Klasse. Er hat viel mehr Bewegungsfreiheit in der
Kabine, durch die größere Kabine. Er kann Apps benutzen, um das komplette Fahrzeug
zu steuern. Lenken muss er noch selber. Aber den Rest kann er mit der App steuern. Das heißt: Wir haben schon viel an den Fahrer
gedacht, als wir dieses Fahrzeug entwickelt haben“ „Warum haben Sie denn nicht den Motor angepackt
oder die Getriebe? Da ist ja alles beim alten geblieben?“ „Das ist richtig, aber das war grundsätzlich
eine Stärke unserer Fahrzeuge. Auch beim jetzigen Stralis ist der Motor,
das Getriebe, der Anstriebsstrang sehr erfolgreich und sehr gut unterwegs. Wir haben den jetzt auf Euro 6 D gebracht. Und wir haben einige Modifikationen in der
Abgasnachbehandlung drin, aber das haben wir eben grundsätzlich gelassen. Die Kabine war der Fokus“ „Ja uns dass sich viel getan hat, sieht
man ja auch am Design. Er tritt maskuliner auf, er ist breitschultrig. Er ist sehr kantig, aber viele Leute unterstellen
ihm ja eine gewisse Nähe zu einer anderen Lkw-Marke, nämlich zu den aktuellen Modellen
von Scania. Wie stehen Sie dazu?“ „Ich denke, wir haben ein eigenständiges
Design. Ich denke, die Trucks werden alle in die Richtung
gehen. Kräftiger, breiter, höher werden, dass einfach
der Fahrer ein interessanteres Produkt fährt. Es ist ein bißchen auch imposanter als Produkt
und auch andere werden in diese Richtung gehen“ Vor allem die neu entwickelte und vergrößerte
Kabine soll also der Schlüssel zum Erfolg werden. Wie es drinnen aussieht, erläutert unser
Chefredakteur am S-Way Sondermodell Magirus. „Das heißt, hier sind ein paar Features
drin, die so im Serienfahrzeug nicht drin sind. Man sieht das sehr schön hier drin zum Beispiel
an den Materialien, an der Konsole. Mit den toll abgesetzten roten Nähten. Der Armaturenträger ist eigentlich der gleiche
geblieben, er hat neue Materialien, aber er hat auch neue Einbaugeräte. Man sieht das z.B. an dem großen Display
des Navis jetzt. Oder hier unten an der Schaltersortierung. Die ist jetzt ein bißchen anders. Ganz neu ist auch hier dieses Multifunktionslenkrad,
das endlich alle Funktionen, die man so braucht auf der Fahrt, zum Beispiel für den Abstandstempomaten,
hier vereint. So uns in der neuen Kabine hat der Fahrer
auch viel mehr Platz. Und das liegt vor allem am neuen Dach der
Kabine. Und da hat der Fahrer mehr Stauraum von. Zum Beispiel hier, mit der zurückgesetzten
Mittelkonsole. Das ist eine tolle Sache, weil dann ich mir
die Luke nicht an die Stirn, wenn ich sie öffne. Und die volle Innenlänge, die gibt’s dann
hier bei diesen Fächern. Und da geht richtig was rein. Hier unten gibt es eine 70 Zentimeter breite
Liege, eine 14 Zentimeter dicke Matratze, das ist richtig komfortabel. Hier haben wir noch das Bedienmodul, genau
in der Mitte, so dass ich aus jeder Position hinkomme und hinter mir gibt’s im Sondermodell
sogar gleich den Fernseher dazu“ Doch auch andere Hersteller zeigen auf dem
Truck Grand Prix ihre Neuheiten. Unikate. Bei MAN das Sondermodell R-LION. Das R steht, ganz einfach, für Racing. Und Lion bedeutet natürlich Löwe. Diese TGX-Variante mit XXL-Fahrerhaus hat
einen Reihen-Sechs-Zylinder-Motor mit 640 PS. Und genauso imposant wie der R-LION von außen
wirkt, ist er natürlich auch von innen. „Also ich bin wirklich geplättet. Das ist mehr als nur Race, das ist richtig
edel. Race, das ist hier vielleicht die 12-Uhr-Markierung. Aber der Rest, das Leder, hier die Alcantarabezüge,
das ist unglaublich. Hier ist wirklich jedes Teil angefasst worden,
hier ist alles neu bezogen. Alles neue Materialien. Das ist n Hammer. Das würde ich auch schon gerne fahren“ Doch diese sportliche Eleganz läßt sich tatsächlich noch steigern. Der nächste Hammer! Jetzt hat Thomas den 640er Black LION entdeckt. „Also 640, das verstehe ich. Das ist die PS Zahl, das ist der stärkste
Motor, den ich kriegen kann bei MAN. Aber das genau bedeutet Black Lion, was habt
Ihr Euch dabei gedacht?“ „Der Black Lion ist unsere Interpretation
eines Renntrucks. Er ist schwarz, er ist stark. Und er ist der bad ass unter den Trucks …“ „Der bad ass unter den Trucks. Also das will ich jetzt genau wissen, wie
das drinnen aussieht, was ein bad ass von innen zu bieten hat“ Thomas Rosenberger ist gespannt, ob der Black
LION bei der Ausstattung das Interieur des Race-Modells noch toppen kann. „Mann, Mann, Mann. Da haben die ja richtig Gas gegeben. Jetzt weiß ich, was bad ass bedeuten soll. Abgestickt in organge, Alcantara, Karbonoptik,
Schalter mit Klarlack. Auch hier wurde von MAN alles noch mal angefasst. Das ist richtig der Hammer“ Sozusagen ein Hammer neben dem anderen. Viele Fans der Marke interessiert aber viel
mehr – wann kommt eigentlich das neue Modell? „Die Frage hab ich erwartet. Klar, spannende Frage, auf jeden Fall. Auf das neue Auto, da müssen wir noch ein
bißchen Geduld haben. Das geht bis in nächste Jahr hinein. Irgendwann im nächsten Jahr werden wir das
Fahrzeug dann vorstellen. Definitiv. Aber lassen Sie mich eines dazu kommentieren:
Wir haben ja heute schon mit den Produkten, die wir anbieten, jetzt mit der Euro 6 D Norm,
haben wir nicht nur eine Abgasnorm erfüllt. Sie können heute in den Produkten, die wir
verkaufen, diesen neuen Motor von morgen hier schon bekommen. Mit mehr Drehmoment, mit mehr PS, so dass
wir sagen, ja neues Auto, da wüssen wir noch n bißchen warten. Aber wir kriegen heute schon das neue Aggregat
im aktuellen Fahrzeug“ Soeben wurde der Ford F-MAX zum Truck oft
the year gewählt. Jetzt steht er auf dem Truck Grand Prix. Preislich und äußerlich ist er ja interessant. Deshalb sind auch viele auf diesen Lkw, der
in der Türkei gebaut wird, neugierig. „Der neue Ford F-MAX, das ist von vorne
bis hinten eine eigene Entwicklung von Ford. Aber was für den professionellen Anwender
noch viel wichtiger ist, als von wem das Getriebe stammt, das ist das Betriebs- und das Servicenetz. Und da sind noch einige Fragen offen. Ford hat nen Plan. Ford möchte gerne mit Tip zusammenarbeiten. Die haben so ein Netzwerk. Aber wie sich das in der Praxis auswirkt,
das muss man sicherlich erst einmal abwarten“ Doch was wäre die Industrieschau auf dem
Truck Grand Prix ohne die vielen Fachaussteller? Da ist zum Beispiel die Palfinger Gruppe. Sie zeigt einen kompakten Mitnahmestapler,
der binnen von 30 Sekunden einsatzbereit und noch dazu geländegängig ist. Oder der größte Kran von Palfinger, der
sich auf ein 32-Tonnen-Chassis aufbauen lässt. Dank des 14-fach gekanteten Armsystems bewegt
sich der Kran präzise. Eine eindrucksvolle Vorführung. Sie zeigt, dass das Einsatzspektrum der Branche
ebenso vielschichtig ist wie die Besucher der Messe selbst. Eine ungeheure Chance für jeden Aussteller. „Ja, das ist genau das Plus am Truck Grand
Prix. Man hat eine lockere Atmosphäre. Man hat Kunden hier. Man weiß teilweise nicht, mit wem man spricht. Ist es jetzt der Chef von einer Riesen-Spedition
– oder ist es der Fahrer? Und es ist auch egal. Und das ist das Schöne. Das heißt, wir können da Kunden kennenlernen,
Kontakte pflegen, aber auch unter den Herstellern einen guten Austausch haben. Mit Personen, die man einfach sonst so nicht
trifft“ So innovativ viele Produkte sind, so unkompliziert
ist auch der Umgang innerhalb der Branche selbst. Und das ist eines der vielen Erfolgsgeheimnisse
des Truck Grand Prix mit seinen in diesem Jahr rund 124.000 Besuchern. Echte Vielfalt macht das Rennen. Genau das ist der Grund, das man hier so hautnah
mit dabei ist. Warum über 100.000 Menschen hier jährlich
zum Nürburgring kommen. Zum großen Truck Grand Prix. Die wollen natürlich die Profis sehen. Aber sie sind ja selbst eigentlich auch Profis. Ganz einfach deshalb, weil sie jeden Tag auf
der Straße sind. Und deshalb gibt’s hier das große Stelldichein
aller Trucker aus Europa. Die kommen hier nämlich mit ihren Maschinen. Und traditionsgemäß treffen die sich an
der Müllenbachschleife. Und genau dort haben wir uns mal umgesehen
…. Es ist kaum vorzustellen, aber jeder Quadratmeter
auf der legendären Müllenbachschleife ist während des ADAC Truck Grand Prixs restlos
ausgebucht. Die Müllenbachschleife ist die Adresse für
alle Fahrer, die das PS-Spektakel nicht nur aus nächster Nähe erleben, sondern auch
das ganze Wochenende die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten genießen wollen. Insgesamt 410 Lastwagen können dort parken. Aber einen Platz zu bekommen, ist reine Glückssache. „Ja wir sind jetzt hier am Samstagabend
mitten in der Müllenbachschleife, schauen über die wunderschönen Supertrucks hinweg. Ja, das ist der Abend des Jahres für alle
Lkw-Fans, alle Lkw-Begeisterte. Jeder, der Diesel im Blut hat, ist hier heute
abend am Start. Und es ist wirklich eine Ehre und wirklich
faszinierend, wenn man hier dabei sein darf mit seinem Lkw. Das ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Diese Plätze hier sind sofort ausgebucht. Also da muss man superschnell sein, dass man
hier dabei sein kann. Und jeder freut sich dann natürlich wie ein
Schnitzel, wenn er dabei ist. Ja, weil hier ist einfach Gänsehaut pur. Hier ist es wirklich spürbar, diese Faszination
für einen Lkw. Und es macht richtig Spaß. Und ich bin mir sicher, wenn hier heute abend
die Sonne untergeht, dann ist hier Party pur. Und dann kennen die hier kein Halten mehr. Und es wird einfach die Lkw-Party des Jahres“ Partystimmung – das ist es nicht allein. Hier ist es auch das Wiedersehen unter Freunden! Jedes Jahr sieht man unheimlich viele Leute,
die man schon kannte. Lernt n paar neue kennen. Und man kommt kaum an Lkw vorbei, da kriegt
man schon ne Einladung ´Kommst Du nicht auf ein Bier rein`. Und die kennen sich alle untereinander. Haben wahnsinnig viel Spaß. Und erzählen Fernfahrerlatein. Man lernt so viel von unterwegs. Man erfährt so viele Geschichten. Das ist einfach klasse. Ich liebe es“ Alle Plätze für die Müllenbachschleife
werden unter tausenden von Bewerbern übrigens online vergeben. Chefredakteur Thomas Rosenberger und Julian
Hoffmann sind beim Anblick so vieler Showtrucks natürlich Feuer und Flamme. Legendär ist die Gastfreundschaft, die den
beiden hier entgegenschlägt. Kaum sind sie auf der Partymeile, werden sie
auch schon zu einem Blick hinter die Kulissen eingeladen. Was ist das hier? Ein Auflieger wurde tatsächlich eigens zum
ADAC Truck Grand Prix zum Party-Auflieger umgebaut. Die Stimmung ist mega. Alle haben ihren Spaß. Und für den Chef ist es eine Selbstverständlichkeit,
hier am Nürburgring mit der ganzen Mannschaft und Freunden dabei zu sein. „Man muß einfach nur einmal das erlebt
am Nürburgring, beim Truck Grand Prix. Man ist dann infiziert. Und man wird es nie wieder los. Ich bin jetzt wirklich seit 23 Jahren hier. An der selben Stelle. Und man kann mir einen Urlaub schenken – Malediven
– ich bleib hier am Nürburgring“ Das sagt wohl alles. Aber keine Angst. Trotz aller Feuchtfröhlichkeit kennt man
hier auf dem Truck Grand Prix keine Ausraster oder Schlägereien. Die Szene hält zusammen. Und feiert sich selbst. Wie eine große Familie. Die Müllenbachschleife ist einfach eine Institution. „Da hat jeder für jeden ein Getränk oder
ein Steak oder irgendwas. Du bist überall willkommen. Genauso wie andere willkommen sind bei uns. Das ist feeling“ „Allein beim Reinfahren, wo wir angereist
sind, da wurde ich immer nervöser. Ich hab die Rennstrecke gesehen, ich hab die
Autos, die schon vor uns da waren, gesehen, Wahnsinn. Richtig Wahnsinn. Pure, ach, geil, geil, einfach geil …“ Natürlich sind es hier entlang der Müllenbachschleife
auch die Schönsten, die darauf warten, entdeckt zu werden. Nein, nicht diese. Diese hier. Wie tausend andere, bestaunen Thomas Rosenberger
und Julian Hoffmann Super Trucks in allen Variationen. Einige haben tatsächlich die ganze Familie
auf dem Lack verewigt. Sogar Superheld Hulk ist aus dem Reich der
Phantasie an den Ring gekommen. Mit einem Iveco Strator. Und weil wir nun mal neugierig sind, dürfen
wir sogar einen Blick in die Fahrerkabine werfen. Wer aber ist der schönste im ganzen Land? Das fragen wir uns auch seit Jahrzehnten,
wer ist der schönste Lkw? Ich find, so wie ihn, mit den Friedenstauben,
n tolles Auto. Gepflegt, sauber, Nicht überkandidelt. Das ist natürlich toll. Wenn man sich dann überlegt, dass sie damit
auch noch täglich arbeiten …“ Unglaublich, wie so vieles hier in der Müllenbachschleife. Auch dieser Scania 143 aus den 1990er Jahren,
den Thomas Rosenberger da gerade für sich entdeckt. Ein echter V 8. „Ja Thomas Rosenberger, mein Chef, am Steuer
von einem 93-er Scania V 8. Mit ofenrohrendicken Auspuffrohren. Ja sowas hab ich noch nie gesehen. Sowas gibt’s nur auf’m Truck Grand Prix,
wirklich. Wahnsinn. Hätte ich nicht geglaubt, dass ich sowas
noch mal sehen darf. Und dieses Grinsen – habt Ihr es gesehen in
Thomas Gesicht? – einmalig, oder? Das ist Truck Grand Prix“ Und so bietet das gesellige Treffen entlang
der Müllenbachschleife tatsächlich für jeden etwas. Am Ende kommt es wirklich nur darauf an, sich
auf die unterschiedlichsten Menschen und ihr Faible für die faszinierende Welt der Nutzfahrzeuge
einzulassen. „Wahnsinn, ich bin einmal mehr geplättet. Das war so genial, so tolle Leute, so eine
super Stimmung. Ich behaupte einfach mal, dass findet man
so nirgendwo anders als hier am Ring. Und ich warte jetzt mal aufs allerbeste, das
Feuerwerk. Und das wars dann leider auch schon wieder. Aber, einfach genial gewesen, hat sich gelohnt“ Bei diesen Bildern wirkt selbst der unglaubliche
Hulk nur noch wie ein kleines Licht. Denn wenn in der Müllenbachschleife die Lichter
ausgehen, geht es erst richtig los. Partystimmung pur. Mit einem Meer aus Lichtern – und dann als
Grand Finale das gigantische Feuerwerk. In all den Jahren ist der Truck Grand Prix
ja seinem Grundsatz treu geblieben. Er ist eine Mischung aus Festival, Fahrerlager,
Industriemesse und natürlich Motorsport. Und klar, ab und an regnet es hier auch n
bißchen. Das schöne ist aber. Es geht hier auch um das Thema Sicherheit. Und immer, wenn wir darüber sprechen, ist
Dekra nicht weit. So gibt es hier einen Fahrsimulator. Das heißt, da können sie Fahrer dann mal
eben ihre eigenen Grenzen ausloten. Und immer, wenn wir über Sicherheit sprechen,
sind dann auch die Kollegen vom Fernfahrer nicht weit …. Die FERNFAHRER Roadshow ist überall dort
zuhause, wo Truck Festivals starten und die Massen begeistern. Und da ist der ADAC Truck Grand Prix geradezu
ein Muss. Vor allem aktuelle Sicherheitsthemen werden
hier aus nahezu jedem Blickwinkel betrachtet. Grundsätzlich stehen Moderator Jan Bergrath
ebenso anerkannte wie engagierte Experten Rede und Antwort. Auch Prof. Dr. Dirk Engelhardt, Vorstandssprecher des Bundesverbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung ist dabei. An der FERNFAHRER Roadshow schätzt er vor
allem die Möglichkeit, hier mit allen Beteiligten ins Gespräch zu kommen. „Hier sind die Fahrer vor Ort, hier sind
aber auch die Verbände. Hier ist die Industrie vor Ort. Hier kann man sich austauschen. Man kann natürlich gegenseitig die Parteien
sensibilisieren, man kann unterschiedliche Sichtweisen beleuchten. Vielleicht bringt man auch den einen oder
anderen sowohl auf Seite der Industrie, der Hersteller wie aber auch der Politik oder
auf der Fahrerseite zum Nachdenken“ Ein Thema ist zum Beispiel die Parkraumnot
an den Autobahnen. Jeder hier ist betroffen. Auch Christina Scheib. Sie ist seit acht Jahren als Fernfahrerin
unterwegs und aus der Reihe „Die Asphalt-Cowboys“ bei DMAX bekannt. Innerhalb des Bundesverbandes setzt sie sich
für die Belange der Frauen in der Branche ein. „Für mich ist es ein wahnsinniger Stressfaktor. Weil ich muss immer schauen, dass ich mit
er Zeit hinkomme. Und in dieser Zeit auch für mich einen nahegelegenen
Parkplatz finde, wo ich mich wohlfühle, wo ich weiß, ich habe sanitäre Anlagen, ich
kann auf die Toilette gehen. Ich kann vielleicht auch duschen gehen. Ich stehe sicher, ich brauche keine Angst
haben. Und da muss schon wahnsinnig viel gemacht
werden“ Auf der Bühne der FERNFAHRER Roadshow ebenfalls
vertreten: die Initiative „Hellwach mit 80“. Gegründet wurde sie von der Verkehrspolizei
in Mannheim. Und der Grund, sie ins Leben zu rufen, war
die Zunahme der schweren Stauende-Unfälle rund um das Autobahnkreuz Walldorf. Polizeidirektor Dieter Schäfer spricht deutliche
Worte und redet den Lkw-Fahrern immer wieder ins Gewissen „Die ganz, ganz große Mehrheit der Fahrer,
mit denen ich Kontakt habe, ist verantwortungsbewusst und ist aus meiner Sicht safe. Aber der Fahrer hat auch eine Bringschuld. Der Fahrer ist aktiver Verkehrsteilnehmer
und er bewegt eine Masse durch den Straßenverkehr, die tödlich sein kann. Und dieses Bewusstsein muss Tag für Tag immer
und immer wieder in die Borne geklopft werden, weil der größte Feind ist die Routine. Und in der Routine ist Ablenkung. Und Ablenkung bedeutet Tod“ Etablierter Partner in Sachen Sicherheit ist
auch Dekra. Julian Hoffmann, Ressortleiter Test und Technik,
ist mit Reinhard Buchsdrücker von der Dekra Akademie verabredet. Und „Buchsi“, wie ihn viele nennen, stellt
den Lkw-Fahrsimulator vor. Schon äußerlich ist der Truck mehr als imposant. Noch viel beeindruckender aber ist das Innenleben. „Ja jetzt stehen wir hier im Dekra Fahrsimulator. Tatsächlich sehr beeindruckend. Was können wir denn alles sehen, was ist
das hier alles“ „Wie Du ja siehst, wir haben hier einmal
die Instruktor-Station, von wo aus alles gesteuert und gelenkt wird. Und wo wir dann auch eben sehen können, wie
sich die Fahrer da drin verhalten. Ja und das Hauptaugenmerk eigentlich ist ja
immer eine Original-Fahrerkabine. So, dass sich die Fahrer auch ja wie auf der
Arbeit fühlen. Mit einem Bewegungssystem, dass sie auch Tatsache
fühlen können, was sie eigentlich machen. „Was für Fahrsituationen kann man denn
hier tatsächlich auch simulieren. Also ist hier nur Autobahnfahrt möglich oder
tatsächlich auch Innenstadt? Ist da quasi das Spektrum breit? „Das Spektrum ist sehr breit. Wenn wir hier mal auf den Monitor gucken,
dann können wir mal zeigen … Wir haben hier knapp 360 Kilometer, wo wir uns austoben
können. Das heißt: Wir haben gut ausgebaute Autobahnen
mit den verschiedenen Abfahrten. Wir haben ein großes Stadtgebiet, wir haben
Vorstadtgebiet. Wir haben Industriegebiete. Wir haben aber auch ländliche Gebiete“ 16 Lkw-Varianten können mit Hilfe des europaweit
einmaligen Simulators nachempfunden werden. Vom Siebeneinhalb-Tonner bis zum Lang-Lkw,
aber auch Sattelzüge oder Tankzüge. Und sogar verschiedene Belade-Situationen
lassen sich darstellen. Der Simulator kommt beispielsweise bei Speditionen
zum Einsatz, die sich so aufwendige Schulungen mit dem eigenen Fuhrpark sparen können. Inzwischen hat Julian in der Kabine Platz
genommen und erlebt die ersten Momente im Simulator. „Ja momentan fühle ich mich noch etwas
unsicher. Ich muss mich tatsächlich erst mal an den
Lkw und an die Fahrsituationen gewöhnen. Also ganz wie im echten Leben, da steigt man
ja auch nicht einfach in einen Lkw rein, den man zuvor noch nicht gefahren ist und fährt
einfach los, sondern muss sich tatsächlich erst mal darauf einlassen – auf die Abmessungen,
aufs Fahrverhalten. Es gibt hier tatsächlich ein wirkliches Fahrverhalten,
das man so nennen kann. Also es ist tatsächlich sehr spannend. Und doch realer, als ich mir das habe vorstellen
können“ Aber wie nahe kommt der Dekra Simulator der
Realität tatsächlich? Julian ist im Stadtverkehr unterwegs, wo also
jederzeit plötzliche Gefahren auftreten können. Und die lauern vor allem im toten Winkel. Mal sehen, was passiert. Und, ob Julian tatsächlich jederzeit Herr
der Lage ist. „Wahnsinn. Ja, das war jetzt tatsächlich eine volle
Bremsung im allerletzten Moment. Also ich hab den überhaupt nicht ankommen
sehen, den Fahrradfahrer. Zunächst war ja vor ihm noch mal n Fahrradfahrer,
den hat man gut gesehen. Da ist man langsam in die Kreuzung gefahren,
hat dem Radfahrer hinterhergeschaut. Und ja, dann war der andere plötzlich wie
aus dem nichts da. Also da blieb einem wirklich nichts anderes
übrig, als voll auf die Bremse zu gehen. Und ganz ehrlich: das war reine Glückssache,
dass ich da noch zum Stehen gekommen bin. Also im echten Leben möchte ich so eine Situation
um Gottes Willen bitte nie erleben“ „Ja, so eine Abbiegesituation ist ja sehr
komplex. Da spielen mehrere Faktoren rein. Kommt er von links, kommt er von rechts, sind
auch noch Fussgänger da? Ist ein Fahrzeug vor mir, auf das ich achten
muss? Und ich muss blitzschnell die richtige Situation
einschätzen können und reagieren können. Das ist natürlich sauschwer. Und erschwerend hinzu kommt natürlich auch,
dass sich die Radfahrer nicht immer konform verhalten und sich einfach unbewusst in den
toten Winkel bewegen, was die Sache natürlich noch erschwert für den Fahrer“ Verblüffend, wie nahe der hochmoderne Fahrsimulator
der Realität tatsächlich kommt. Und erschreckend, wie schnell etwas passieren
kann. Für Julian Hoffmann waren es beängstigende
Momente, die ihm gezeigt haben, welchen Risiken Lkw-Fahrer tagtäglich ausgesetzt sind. Und wie wenig sie ohne Abbiegeassistenzsysteme
wirklich dagegen tun können. Das ist für mich der krönende Abschluß. Im Wohnzimmer von Jochen Hahn. Das hier ist sein Arbeitsplatz. Und ein dickes Danke möchte ich Ihnen auch
sagen. Wir haben nämlich mal die Klickzahlen der
letzten Monate zusammengerechnet. Und wir kommen auf 2,5 Millionen Klicks bei
eurotransport.de, bei youtube und bei facebook. Das haben Sie möglich gemacht! Dafür Dankeschön. Bleiben Sie treue Zuschauer. Das war die 10. Sendung. Wir melden uns natürlich bald schon wieder. Bis dahin – bleiben Sie in Bewegung. Ich tu es auch!


7 thoughts on “Special-Edition vom Truck-Grand-Prix

  1. Super Folge wie immer. Genialer Einblick ins TGP. Ich bin begeistert. Ich werde immer treuer Zuschauer sein. Grüße an Norbert den ich beim Verkehrssicherheitstag kennen lernen durfte. Grüße an das ganze Team. Dankeschön für diese super Arbeit. Liebe Grüße aus Mecklenburg Vorpommern.

  2. Super Sendung! So wie wir es von euch gewohnt sind 👍 macht weiter so 👍👍👍👍👍👍👍👍👍👍

  3. Na die Heide-Logistik muss ja ein Geld haben wenn sie für so eine Aktion die halbe Fahrzeugflotte stillstehen lassen kann .

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *